Diffuse Interviews …

Verfasst am 16.08.2009 16:06:52 Uhr

Zum Interview eines T. Denkler in der SZ am 13.08.09
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Kollege Denkler stellt in diesem Interview Suggestivfragen.

Außerdem steht es doch außer Frage, dass Grenzsoldaten, also die Täter, nicht gleichzeitig Opfer des SED-Blockparteienregimes sind. Mit Fragen wie die von einem gewissen Denkler, wird die Mitschuld der Grenzer am verbrecherischen System und gegenüber deren Opfer doch nur verwässert und relativiert. Das trägt sicher nicht zur notwendigen schonungslosen Aufarbeitung unserer deutschen Geschichte bei.

Das sage ich Ihnen als Ehemaliger Politischer Häftling dieses so elenden wie verkorksten Regimes. Es gibt so viele unaufgeräumte Scheiße in diesem unserem Land aus der Zeit dieses unseligen, beschämenden Regimes, da muss man sich nicht noch hinstellen und – mit Verlaub – so dämliche Fragen aufwerfen. Eine klare, journalistische Fehlleistung, wie ich meine.

Im Übrigen sollte Herr Denkler wissen, dass die wehrpflichtigen Grenzer vor ihrem Einsatz als solche gefragt worden sind, ob sie bereit seien, auch von der Waffe gebrauch zu machen und auf Menschen zu schießen. Haben sie das verneint, wurden sie nicht an die Grenze gestellt. Daneben waren viele der Grenzer Berufssoldaten. Hier erübrigt sich jeder Kommentar.

Die Süddeutsche Zeitung sollte zu diesem Thema noch eine Richtigstellung veröffentlichen! Schon deshalb, damit keine weiteren Zweifel über Schuld und Sühne in der Bevölkerung genährt werden. Das liegt auch in Ihrer journalistischen Verantwortung. Tun Sie doch einfach mal was Ordentliches, etwas, was zur kritischen, kompromisslosen Aufarbeitung der Verbrechen und Ungereimtheiten dieses in sich kläglich zusammengefallenen SED-Blockparteien-Molochs wirklich etwas beiträgt.

Mit freundlichen Grüßen – Klaus R.

strong>Lebensbilanz: So dacht‘ der Mensch in seinen alten Tagen: Hab ich doch in meinem Leben, genug Lebenszeit auch der andern totgeschlagen. (klaus)

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